Thüringer Wanderbuch 1886 – 1. Band

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Reprintausgabe von 1886, Paperback, 454 Seiten, ISBN 978-3-86777-304-1 und einem Verkaufspreis von 19,95 € (Preis inkl. MwSt., zzgl. Versand)

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(Gesamtausgabe in acht Bänden)

Schulpforta – Drei Gleichen – Arnstadt – Elgersburg – Plaulinzella – Liebenstein – Gräfenroda – Geschwenda – Oberhof – Schmücke – Schneekopf – Ilmenau

 

Von 1886 bis 1902 veröffentliche August Trinius acht Thüringer Wanderbücher. Jener Bücher geben einen tiefen, aber auch romantischen Einblick in das Thüringen vor über 110 Jahren.

Das Vorwort verfasste Trinius 1886 noch in Berlin (1890 wählt der Waltershausen zu seinem neuen Wohnort). Hier schreibt er über sein neusten Vorhaben:
“Nur ein Wanderbuch ist`s, nicht mehr noch minder, das sich statt meiner selbst heute einmal zur Wanderschaft durch das Thüringer Land anschicken soll. Vielleicht, daß auch ihm sich gastfreundliche Thüren und Herzen öffnen könnten. Was es bringt und erzählt, frägt nicht nach Gesetz und Regel, Fremdenführerthum und Kurtaxe. Es will ein echter Wanderbursche sein, der die Heckerose am Wege liebt, weil sie ihm Duft und Schönheit freiwillig beut; der den Tannenhang jauchzend begrüßt, der ihm den Hut mit frischem Bruch schmückt und helle, frohe Wanderlieder in die Seele rauscht; der durch das wallende Kornfeld hinab zum ruhewinkenden Dorfe schreitet und leise mit der Hand durch die im Abendwinde nickenden Halme streift, hier und dort eine volle Aehre zuweilen ausraufend. Denn auch Thüringen gleicht einem gesegneten Aehrenfelde, überreich an Geschichte, Sagen, Sitten und landschaftliche Reizen.
Von dem alten Königreiche Thüringen an, an der farbenschillernden, romantischen Zeit der Landgrafen vorüber bis zu den Geistes- und Waffenkämpfen der Reformatin: welch` eine Fülle hehrer Gestalten, glänzender Tage, bedeutsamer Ereignisse! Und wo gäbe es ein zweites Stückchen Erde, wo jeder Fußbreit Landes so wiederhallte von den größten Namen unserer klassischen Dichterzeit, als Thüringen? Ist Thüringen nicht allzeit als die Wiege des deutschen Volksgesanges, ein Hort deutscher Glaubens- und Gewissensfreiheit gepriesen worden, als eine große, grüne Laube im Herzen Deutschland, in der sich wohlig rasten läßt, in deren Blüthengezweig die Vöglein so übermüthig froh vom Morgen bis zum Abend uns alle Sorgen aus der Seele singen? Wer wollte diesen Born ausschöpfen? Wer dieses blühende Weizenfeld einheimsen? Darum bleibe es auch hier beim fröhlichen, sorglosen Wandern. …

 

 

 

 

 

 

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